Gemüse aus dem dritten Stock - Gärtnern auf dem Balkon

02.10.2026Rund ums Gärtnern

Die Vorteile des Balkongärtnerns liegen auf der Hand: ein relativ geschützter Standort, absolute Wühlmaus- und Schneckenfreiheit, der Garten direkt vor der (Balkon-)Tür und keinen Ärger mit schlechten Gartenböden. Außerdem kann jedes Jahr etwas Neues ausprobiert und der Raum immer wieder anders gestaltet werden. Und: Auf Balkonien können selbstverständlich auch Kinder mithelfen und so ihre ersten Erfahrungen beim Garteln sammeln. Ein eigener Kinderbalkonkasten zum Säen und Ernten ist für den Einstieg genau das Richtige. 

Hilfreiche Tipps für Balkongärtner:innen:

  • Wächst besonders rasch und unkompliziert: Erbsen, Radieschen und Blattgemüse wachsen sehr rasch und manche Blattgemüsearten wie Mangold, Pflücksalate, Rucola und Asia-Salate können zudem auch noch mehrfach beerntet werden. Dafür einfach immer die äußersten Blätter ernten und das Herz stehen lassen.
  • Warm und geschützt:Tomaten, Gurken, Physalis und Paprika lassen sich als besonders wärmeliebende Kulturen hervorragend auf dem geschützten Südost- bis Südwest-Balkon kultivieren. 
  • Essbarer Sicht- und Windschutz: Rankende Gemüsesorten wie z. B. Stangen- oder Feuerbohnen sind hübsch anzusehen, fungieren als Sicht- bzw. Windschutz und sind frisch oder getrocknet zu genießen. Gurken und Kürbis können ebenfalls in die Höhe geleitet werden, so wird auch der vertikale Raum genutzt. Allerdings brauchen alle Himmelsstürmer ein stabiles Rankgerüst. 
  • Erprobte Mischkulturen für Pflanzgefäße: Folgende Kombinationen haben sich besonders bewährt: Salat und Radieschen, Salat und Kohlrabi, Basilikum zu Tomaten, Bohnenkraut zu Bohnen, Dill zu Gurken.
  • Gemüse, die sich nicht in einem Gefäß vertragen: Erbsen und Bohnen, Petersilie und Salat, Gurken und Tomaten.
  • Zum Thema Pflanzgefäße: Die Pflanzgefäße immer groß genug wählen. Sie sollten nicht schwarz sein (dunkle Materialien erhitzen sich im Sommer zu stark) und mit einem guten Wasserabzug versehen sein.
  • Gießen und düngen: Alles, was in Pflanzgefäßen wächst, muss regelmäßig und ausreichend gegossen und die Starkzehrer wie z. B. Tomaten und Paprika nachgedüngt werden.
  • Mulchen: Pflanzungen immer mit einer dünnen Schicht Heu, Stroh, frischen Blättern oder auch Zeitungspapier mulchen, dies reduziert die Wasserabgabe über die Oberfläche erheblich.
  • Fürs Auge und die Insekten: Auf jeden Balkon gehören auch Blumen! Am besten insektenfreundliche Pflanzen für Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge aussuchen.