Biologisch düngen - so werden alle satt

20.07.2026Rund ums Gärtnern

Biodünger ernähren Pflanzen mit Hilfe der Natur. Jede Gabe ist zunächst Nahrung für Bodenlebewesen wie Würmer, Springschwänze und Mikroorganismen. Diese zersetzen den Dünger und machen somit die Nährstoffe für die Pflanze nutzbar. Organische Dünger erhöhen den Humusgehalt, und dieser verbessert wiederum die Wasserspeicherung, die Durchlüftung und fördert das Wurzelwachstum. Pflanzen, die in diesem „aktiven“ Boden wachsen, sind oft widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Krankheiten und Stress. 

Wir möchten Ihnen die von uns erprobten Bio-Dünger kurz vorstellen:

Alleskönner Kompost

Die Nummer eins der Bio-Dünger ist und bleibt der Kompost. Verrottet aus den immer verfügbaren Garten- und Küchenabfällen, stecken in ihm alle Nährstoffe, die die Pflanzen dem Boden einst entzogen haben. Werden die Beete damit gedüngt, entsteht ein natürlicher Kreislauf. Qualitativ hochwertiger Kompost verwandelt innerhalb eines halben Jahres organisches Material in wertvollen Humus. Er wird mit der Bodenvorbereitung ausgebracht und flach in die Oberschicht eingearbeitet.

Gehaltvolle Jauchen

Ebenfalls rein pflanzlich und leicht selbst zuzubereiten sind Jauchen. Jauchen sind flüssiger Pflanzendünger, der entsteht, wenn Pflanzenteile mehrere Tage bis Wochen in Wasser vergären. Dabei lösen sich Nährstoffe aus den Pflanzen und Mikroorganismen bauen das Material ab. Besonders empfehlenswert ist die Brennnesseljauche. Sie enthält große Mengen an Stickstoff sowie Kalium und Phosphor. Pflanzenjauchen wirken sehr schnell, meist innerhalb weniger Tage, da die Nährstoffe bereits gelöst vorliegen und direkt über den Boden aufgenommen werden können. Sie werden vor allem Starkzehrern wie z. B. Tomaten in der Hauptwachstumsphase etwa alle ein bis zwei Wochen mit Wasser verdünnt verabreicht.

Kraftpaket Stallmist

Gut verrotteter Stallmist (z. B. von Rindern oder Pferden) ist sehr nährstoffreich und besonders geeignet für Starkzehrer wie Kohl, Zucchini oder Kürbis. Er ersetzt keinen schnellen Dünger wie Jauchen, sondern bildet eine langfristige Nährstoffbasis. Stallmist wirkt am besten als Grunddünger im Bodenaufbau. Er wird idealerweise im Herbst eingearbeitet, damit er über den Winter verrotten kann.

Dünger im Schafspelz

Im Hobbygarten werden Langzeitdünger-Pellets aus Schafschurwolle immer beliebter. Der Wolldünger versorgt den Boden mit Stickstoff und Kalium, ohne ihn zu überdüngen, da die Nährstoffe im natürlichen Zersetzungsprozess nur langsam über einen langen Zeitraum freigesetzt werden. Die Pellets können viel Wasser aufnehmen und über längere Zeit speichern, was besonders in trockenen Sommern von Vorteil ist. Zudem lockert die Quellwirkung der Pellets den Boden auf. Die Handhabung ist einfach: Als Grunddüngung werden die Schafwollpellets auf dem Boden verteilt und ca. 5 cm tief eingearbeitet. Alternativ können sie bei der Pflanzung mit ins Pflanzloch gegeben werden.

 

Ausführliche Informationen zur Anwendung und Dosierung sowie zu den Vorteilen von Schafwollpellets finden Sie in unserem Blogbeitrag Düngen mit Schafwollpellets – ökologisch und nachhaltig.

Unsere Produktempfehlung für den Hobbygarten

Ganz neu bieten wir Schafwollpellets aus unbehandelter Wolle aus der Region Lausitz-Spreewald in unserem Onlineshop an. Das Produkt ist FiBL-gelistet und für den ökologischen Landbau zugelassen. Probieren Sie diesen nachhaltigen Langzeitdünger jetzt aus und tun Sie Ihren Pflanzen – ob im Gemüsebeet, Hochbeet oder im Kübel – und Ihrem Boden etwas Gutes.

 

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