Blumenaussaat im Herbst für eine frühe Blüte

14.09.2021Rund ums Gärtnern

Einige einjährige Sommerblumen, die sogenannten Cool Flowers, sind sehr robust und frosthart und können deshalb auch noch im Spätsommer bzw. Herbst gesät werden. Die Samen keimen zügig, überwintern als kleine Blattrosetten und erfreuen uns dann im kommenden Jahr deutlich früher mit ihrer Blüte als ihre Beet-Genossinnen, die im Frühjahr ausgesät werden. So füllen die Cool Flowers mit ihrer Farbenpracht die Lücken in den Beeten, wenn im Mai die meisten frühjahrsblühenden Zwiebelblumen verwelkt sind und die klassischen einjährigen Sommerblüher noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Außerdem entwickeln sich die Cool Flowers durch das langsame Wachstum in den kalten Monaten deutlich robuster und kräftiger und treiben dann mit voller Kraft aus, sobald die Tage länger und wärmer werden.

Typische Vertreterinnen sind:

Mit ein wenig Schutz bei starken Frösten können aber auch diese Cool Flowers von einer Aussaat im Spätsommer profitieren:

Den Boden für die Blüte bereiten

Die besten Bedingungen für eine reiche Blütenfülle sind humose und lockere Böden. Diese können Niederschläge gut aufnehmen und sie erwärmen sich im Frühjahr schneller. Um die Grundlagen für eine reiche Blüte im Frühsommer zu legen, führt an einer guten Bodenbearbeitung kein Weg vorbei. In einem feinkrümeligen Saatbett kann Regenwasser besser versickern und die intensive Bodenbearbeitung gibt den Blumensamen einen wichtigen Wachstumsvorsprung gegenüber den Beikräutern.

Tipp

Bei der Bodenbearbeitung kann ebenfalls bereits ein langsam löslicher organischer Dünger wie z.B. Schafswollpellets eingearbeitet werden. Die Gabe von frischem Kompost oder Mist sollte vermieden werden.

Die Aussaat

Die Aussaat der Blumen kann breitwürfig oder in Reihen erfolgen. Eine breitwürfige Aussaat empfiehlt sich nur auf Beeten mit geringem Beikrautdruck, sonst ist die Konkurrenz für die Blumen zu groß. Für diese Art der Aussaat werden die Blumensamen mit feiner Erde oder Sand gemischt und gleichmäßig mit der Hand auf der Fläche verteilt. Anschließend werden die Blumensamen mit einer Hacke in die Erde eingearbeitet. Die Samen sollten dabei auf das Eineinhalb- bis Zweifache ihrer eigenen Stärke mit Erde bedeckt werden. Dann wird die Fläche mit einem Brett verdichtet und bei trockenem Wetter gegossen.

Etwas genauer ist die Aussaat in Reihen. Je nach Blumenart werden die Reihen in unterschiedlichem Abstand in das Beet gezogen und die Samen in gleichmäßigen Abständen in den Reihen ausgesät. Je nach Samengröße werden auch hier die Reihen mit dem Eineinhalb- bis Zweifachen der Samenstärke mit Erde bedeckt und die Fläche mit einem Brett verdichtet.

Sowohl bei der breitwürfigen Aussaat als auch bei der Aussaat in Reihen lohnt sich das Abdecken mit Sand oder feinem Rindenhumus. Dieser hält die Feuchtigkeit im Boden und hindert Beikrautsamen an der Keimung.

Die Pflege

Zeigt sich nach dem Aufgang der Samen, dass einige Pflänzchen zu dicht stehen, wird vereinzelt. Dafür werden die Sämlinge vorsichtig aus dem Boden herausgezogen und in freie Lücken in der Reihe und im Beet umgepflanzt.

Gießen muss man nur, wenn es unbedingt nötig ist. Durch seltenes aber durchdringendes Gießen werden die Pflanzen angeregt, ein stärkeres Wurzelsystem auszubilden. Nach Perioden mit starkem Niederschlag lohnt sich das Aufhacken der oberen Bodenschicht. Dies zerstört feine Kanäle in der Erde, durch welche die Bodenfeuchte aufsteigt und verdunstet. Darüber hinaus stört das Hacken des Bodens die Beikräuter in Ihrem Wachstum.

Bei strengen Frösten im Winter werden die kleinen Pflänzchen mit Laub oder Reisig abgedeckt.



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