Feldsalat – beliebt und gesund

06.07.2021Pflanzensteckbriefe

Feldsalat, Rapunzel, Nüsslisalat, Vogerlsalat, Mausohrsalat und weitere: Kaum ein anderer Salat hat so viele verschiedene Namen. Das zeigt, dass er in vielen Regionen beliebt ist.  Denn zum einen stellt Feldsalat nur bescheidene Ansprüche an den Boden, zum anderen kann er auch noch im Winter geerntet werden und gilt durch seinen hohen Beta-Carotin- und Vitamin-C-Gehalt als sehr gesund.

 

Aussaat und Pflanzung

  • Je nach Sorte bewegt sich der Aussaatzeitpunkt für Feldsalat von Mitte Juli bis Mitte September. 
  • Die Saattiefe beträgt 1 cm. Klassischerweise wird der Feldsalat in Reihen direkt ins Beet gesät. Der Reihenabstand sollte 10-15 cm betragen. Die Samen in der Reihe nicht zu dicht säen (ca. 2 cm Abstand), dann spart man sich später das Vereinzeln.
  • Das Beet vor der Aussaat etwas auflockern und sorgfältig einebnen. Nach der Aussaat die Saatreihen zum Beispiel mit einem Brett andrücken.
  • Feldsalat keimt am besten bei einer Temperatur zwischen 10-15 °C. Dann keim Feldsalat innerhalb von 8-14 Tagen.
  • Bei Aussaat im Juli und August kann es bei Trockenheit und Hitze zu erheblichen Auflaufschwierigkeiten kommen. Hier helfen eine Beschattung mit einem Vlies und das Bewässern des Bodens vor der Aussaat.
  • Wenn im Garten noch kein Platz für die direkte Aussaat von Feldsalat ist, ist die Anzucht in sogenannten „Multitopfplatten“ eine Möglichkeit. Alternativ können auch kleine Quickpots oder, noch einfacher, Eierkartons verwendet werden. Befüllen Sie die Töpfchen mit feinkrümeliger Gartenerde, gemischt zu gleichen Teilen mit Sand und gesiebtem Reifekompost und legen Sie in jedes Töpfchen vier bis sechs Samenkörner. Diese leicht andrücken und eine dünne Schicht Erde darüber geben Man kann natürlich auch gekaufte Pflanzerde nutzen. Nach ca. vier Wochen können die Pflänzchen dann mit einem Abstand von mindestens 8 x 8 cm topfweise ins Beet gepflanzt werden. Durch diese Anzuchtmethode verkürzt sich die Kulturdauer auf dem Beet um vier Wochen und die Pflanzen stehen weder zu dicht, noch entstehen Lücken in den Reihen.

Tipp

Feldsalat gehört zu den Schwachzehreren und braucht nur wenig Stickstoff Daher sollte er möglichst nicht nach Hülsenfrüchten angebaut werden. Gut passt er als  Nachkultur im Herbst nach Gurken, Tomaten oder Kohlrabi.

Kulturführung

  • Generell reicht ein einmaliges Hacken, um dem Wachstum der Beikräuter entgegenzuwirken.
  • Feldsalat für die Überwinterung in ungünstigen Lagen gegen Kahlfröste mit einem Vlies oder Reisig schützen. An milderen Tagen sollte das Vlies allerdings abgenommen werden, sonst droht der Befall mit Mehltau
  • Damit später gesäter Feldsalat im Frühjahr zügig weiter wächst, muss im Januar mit organischem Dünger wie Kompost oder Schafswollpellets nachgedüngt werden.

Häufige Probleme und Lösungsansätze

  • Im Hausgarten stellt sich der Feldsalat grundsätzlich als gesunde und robuste Kulturpflanze dar.
  • In feuchten Herbsten kann es zu einem Befall mit falschem Mehltau kommen. Die Pflanzen vergilben, bleiben klein und blass. Zur Vorbeugung hilft es, die Pflanzen, wenn überhaupt nötig, nur morgens zu bewässern, sodass diese nicht mit nassen Blättern in die Nacht gehen. Im Gewächshaus hilft häufiges Lüften.

Ernte

  • Juli-Aussaaten sind bereits Anfang September nach ca. 5-7 Wochen Kulturdauer erntereif. Spätere Aussaaten sollten im Frühjahr rasch abgeerntet werden, da sie nach den ersten wärmeren Tagen schnell Blüten bilden.
  • Zum Ernten die Rosetten mit einem scharfen Messer knapp über dem Wurzelansatz abschneiden, sonst fallen die Blätter auseinander.  
  • Nach der Ernte fängt der Feldsalat schnell an zu welken. Deshalb am besten nur nach Bedarf ernten und direkt verzehren.
  • Zur Ernte im Winter bei Schnee und Frost müssen die Pflanzen mit einem Wintervlies abgedeckt werden. Gefrorene Pflanzen nicht berühren!

Sortenempfehlungen

  • Elan: Für den Herbstanbau besonders geeignet ist unsere Sorte Elan. Diese ausgesprochen vielseitige Sorte ist rasch im Wuchs und eignet sich für den Anbau im Gewächshaus, im Freiland oder sogar im Balkonkasten. Außerdem zeichnet diese Sorte gute Gesundheit und Widerstandskraft aus. Elan präsentiert sich ausgesprochen würzig im Geschmack und sollte von August bis Mitte September gesät werden


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