Gründüngung – Bedeutung und Nutzen

17.08.2021Rund ums Gärtnern

Der Begriff „Gründüngung“ ist etwas irreführend, denn es handelt sich nicht um eine Düngung im herkömmlichen Sinne. Als Gründüngung bezeichnet man die Einsaat bestimmter Pflanzen, um den Boden auf unterschiedliche Weise zu verbessern. Durch diese aktive Bodenpflege werden u. a. das Bodenleben und die Humusbildung gefördert, die Bodenstruktur verbessert und der Boden vor Nährstoffauswaschung und Erosion geschützt.

In unberührten Ökosystemen gibt es keine nackten Bodenflächen. Zu jeder Jahreszeit ist die Erdoberfläche durch Bewuchs geschützt. Erst wenn der Mensch das Land landwirtschaftlich oder gärtnerisch nutzt, wird der Boden den Witterungseinflüssen oft für längere Zeit schutzlos ausgesetzt. Deshalb ist es sinnvoll und wichtig solche Phasen, in denen ein Beet oder Stück Land nicht bestellt wird, durch Begrünen zu überbrücken. Und genau dafür sind unsere Gründüngungssorten optimal geeignet.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • Der Boden wird tief durchwurzelt und gelockert: Das wirkt sich positiv auf das Bodenleben aus. Schwere und verdichtete Böden werden aufgeschlossen. Die Wasser- und Sauerstoffversorgung wird begünstigt.
  • Unliebsame Beikräuter werden unterdrückt (auch hartnäckige Wurzelunkräuter wie die Quecke).
  • Die Pflanzen bieten Schutz vor Witterungseinflüsse und Erosion. Die Wurzeln nehmen Nährstoffe auf und verhindern deren Auswaschung über Winter in das Grundwasser.
  • Die Pflanzendecke aktiviert die Bodenorganismen und der Boden wird mit organischer Substanz angereichert, die von Bodenorganismen in Humus umgewandelt wird.
  • Gründüngung im Garten hat durchaus auch einen dekorativen Nutzen. Grüne Beete über Winter sind einfach schöner und manche Gründüngungssorten, wie zum Beispiel der Inkarnatklee, zeigen dann ab dem späten Frühjahr ihre Blütenpracht.
  • Blühende Gründüngungspflanzen locken Bienen und andere nektarsammelnde Insekten an. Diese wiederum sorgen für die Bestäubung der Nutzpflanzen im Garten.
  • Einige Gründüngungspflanzen (z. B. bestimmte Senf- und Ölrettichsorten) helfen Nematoden zu bekämpfen.
  • Einige Gründüngungspflanzen, die sogenannten Leguminosen, können mithilfe ihrer Wurzeln Stickstoff aus der Atmosphäre binden und diesen den nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung stellen.

>> Hier finden Sie die Gründüngungssorten im Onlineshop der Bingenheimer Saatgut AG.



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