Tipps zur erfolgreichen Jungpflanzenanzucht Teil 2 - das Pikieren

01.04.2021Rund ums Gärtnern

Nachdem die Saat aufgegangen ist und sich die Pflänzchen einige Tage entwickeln konnten, wird es in den Aussaatschalen schnell eng. Jetzt ist es Zeit für den ersten Umzug.

Sobald die jungen Pflänzchen nach den Keimblättern ihre zwei ersten echten Blätter entfaltet haben, werden die kräftigsten unter ihnen aus den Aussaatgefäßen in Töpfe pikiert. Hier bewährt sich nun der Tipp aus unserem Artikel zur Aussaat, immer ein wenig mehr Samen auszusäen als gebraucht werden.

 

Vorgehen

  • Zum Pikieren eine nährstoffreiche Pflanzerde verwenden, am besten eine torffreie Bioerde, die mit organischem Dünger angereichert ist.
  • Jetzt ist eine ruhige Hand erforderlich: Die Wurzeln werden mit einem Bleistift, oder besser mit einem Pikierstab, gelockert und die Pflänzchen vorsichtig aus der Erde gelöst.
  • Die Pflänzchen nicht am Stiel, sondern besser an den Laubblättern fassen, da der zarte Stiel die empfindlichste Stelle des Keimlings ist.
  • Die Erde im Topf sollte vor dem Pikieren bereits leicht angedrückt werden. So verbessert sich der Wurzelkontakt mit der Erde.
  • Um das Wurzelwachstum anzuregen, werden die Wurzeln mit dem Fingernagel um rund ein Drittel eingekürzt.
  • Nun ein ausreichend tiefes und großes Loch in die Erde im Topf bohren und die Jungpflanze hineinsetzen. Hier gibt es zwei Vorgehensweisen:
  • Darauf achten, dass die Wurzeln nach unten zeigen und sich beim Einsetzen nicht nach oben biegen. Umgebogene Wurzeln führen zu direkten Wachstumshemmungen.
  • Schließlich die Erde rund um die Pflanzen gut andrücken und vorsichtig mit lauwarmen Wasser angießen. Die Pflanzen sind nun sehr empfindlich und sollten daher nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden.

 

Wie es weiter geht

  • Haben sich die Pflanzen von ihrem Umzugsschock erholt, sollten sie auch ein paar Grad kühler stehen, jedoch weiterhin so hell wie möglich.
  • Nach einigen Wochen können die Jungpflanzen an warmen Tagen für eine zunehmende Anzahl an Stunden ins Freie gestellt werden, um sie langsam an die Bedingungen ihres späteren Standortes zu gewöhnen.


Einen Kommentar schreiben

Einen Kommentar schreiben

0 Kommentare